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Reiten als Gesundheitsport Reitweisen  
Was darf’s sein?

Riesengroß ist die Vielfalt, wie man das Hobby "Pferd" ganz nach seinen persönlichen Vorlieben ausüben kann.
Wir stellen die populärsten Reitweisen vor.


Dressur
Das Wort „Dressur“ stammt vom französischen „dresser“ ab und bedeutet die grundsätzliche Ausbildung im Reit- und Fahrsport. Die Dressur gilt als Basis einer jeden Reitsportdisziplin und ist – korrekt ausgeführt – die Voraussetzung für ein gymnastiziertes Pferd, das seinen Reiter ohne gesundheitliche Schäden tragen kann. Man unterscheidet, wie auch im Springen, die Leistungsklassen von E bis S, wobei S die schwerste Klasse darstellt. Große internationale Wettkämpfe, auf denen vollendete Harmonie zwischen Reiter und Pferd dargestellt werden soll, werden in den drei Teilprüfungen Grand Prix, Grand Prix Special und der Kür entschieden. Vor allem die Kür ist ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus, da zu Musik geritten wird. Dressur
©Ulrich Küppers

Springen
Bis zu 1,60 Meter hoch sind die Sprünge in der schwersten Klasse. Doch natürlich fängt auch hier der Sport im Kleinen an. Springreiten erfordert Mut, Vertrauen, schnelle Reaktion und Geschicklichkeit im Sattel. Und natürlich ein Pferd das Freude am Springen hat, denn sonst wird der Parcours zur Qual. Genau wie für die Dressur gibt es spezielle Hengstlinien, die dominant Springbegabung vererben - beispielsweise hat sich die Holsteiner Zucht seit Generationen auf Springpferde spezialisiert. Doch im Rahmen einer vielseitigen Grundausbildung sollte jedes Pferd und jeder Reiter in der Lage sein, einen kleinen Parcours mit Anstand zu überwinden. Springen
©Sportfotografie Jäger

Vielseitigkeit
Die „Krone der Reiterei“, wie der Vielseitigkeitssport gerne genannt wird, verbindet drei Disziplinen: Die Dressur, das Springen und eine Querfeldeinstrecke mit festen Hindernissen. Alle drei Disziplinen werden für sich gewertet und später zu einem negativen Gesamtergebnis zusammengefasst. Wer am Ende das geringste Negativergebnis hat, gewinnt. Die Schwere der einzelnen Teildisziplinen, werden der Schwere der Veranstaltung angepasst (von einem bis 4 Sterne Prüfungen). Vielseitigkeitspferde brauchen viel Ausdauer und „Go“, müssen sehr mutig und reaktionsschnell sein. Deswegen führen sie auch meist sehr viel Vollblut in ihrer Abstammung. Vielseitigkeit
©Foto Rüchel

Western
Diese Sportart entstand aus der täglichen Arbeit der Cowboys. Sie brauchten schelle, wendige Pferde, die mit leichtesten Hilfen zu kontrollieren sind und in Sekundenschnelle auf die gegebenen Kommandos reagieren. Western ist eine weitgefächerte Reitweise mit verschiedenen Disziplinen wie Cutting, bei der ein Rind von einer Herde ausgesondert werden muss oder Reining. Letzteres wird gerne als „Westerndressur“ bezeichnet und beinhaltet Lektionen wie schnelles Rückwärtsrichten oder der Stopp aus dem Galopp (Sliding Stop). Westernreiter legen sehr viel Wert auf korrekte Erziehung – ein Westernpferd soll im Umgang gelassen sein. In den USA ist der Westernsport am beliebtesten. Western

Wanderreiten
Weit geruhsamer als beim Distanzsport geht es beim Wanderreiten zu. Hier ist der Weg das Ziel und im Vordergrund stehen das gemeinsame Erleben der Natur, Harmonie mit dem Pferd und Entspannung vom Alltag. Wanderritte müssen aufwändig mit Karte und Kompass geplant werden und verlangen spezielle Sättel, die das Reitergewicht gut verteilen. Zum Wanderreiten muß man nicht unbedingt ein eigenes Pferd haben, oft bieten Reiseveranstalter tolle Touren durch herrliche Landschaften – auch im Ausland – an. Als Rasse ist grundsätzlich jedes Pferd geeignet, heißen die Hauptkriterien doch guter Charakter, Trittfestigkeit und Nervenstärke. Eigenschaften, die eigentlich jedes Pferd bei guter Haltung mit viel Auslauf aufweisen sollte. Wanderreiten

Barockpferdereiten
Flair und Charme verbreitet diese Reitweise ohne Frage – und zieht nicht nur deswegen immer mehr Pferdefreunde in ihren Bann. Rassen, die in der prunkvollen, auf Eleganz und Ausstrahlung orientierten Barockzeit ihre Blütezeit hatten, sind dafür prädestiniert: Friesen, Andalusier, Lipizzaner und Lusitanos beispielsweise. Das sind Rassen, denen Lektionen mit hoher Versammlung leicht fallen und die durch ihren hohen, erhabenen Gänge dynamisch und kraftvoll wirken. „Echte“ Barockreiter satteln nicht nur mit der damals üblichen Ausrüstung, sondern gehen in Barockpferdeturnieren auch in prächtigen Kostümen an den Start. Barockreiten

Voltigieren
Das Voltigieren ist keineswegs eine neue Sportart. Seine Vorzüge wußte man schon zu den Zeiten des Rittertums und später bei der Ausbildung der Reiter in der Kavallerie zu schätzen.
Das Wort „Voltigieren“, welches von dem französischen Begriff „La Voltige“ (Springen über das Pferd“) abgeleitet wird, bedeutet, Einzel– und Partnerübungen in turnerisch-gymnastischer Form auf dem meist galoppierenden Pferd.
Etwa 8-12 junge Sportler, Jungen und Mädchen, betreiben diesen Sport zusammen in einer Gruppe. Sie turnen auf einem speziell ausgebildeten Voltigierpferd, das von dem Longenführer auf einem Zirkel an der Longe geführt wird. Dabei trägt das Pferd keinen Reitsattel sondern einen Gurt mit zwei Griffen.
Das Voltigieren ist eine Sportart bei der schon kleine Kinder spielerisch an das Pferd herangeführt werden können. Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gruppe wird gestärkt. Aber auch im Turniersport ist das Voltigieren vertreten. In verschiedenen Leistungsgruppen kann man sich mit anderen Voltigiergruppen messen.
Voltigieren

Fahrsport/Kutsche fahren
In der Geschichte erscheinen die Pferde zunächst als Wagentiere, viel später erst wurden sie geritten.
Völkerwanderungen, Handel und Wandel, zivilisatorische und kulturelle Entwicklung von der frühen Geschichte bis ins Zeitalter der Maschinen hingen vom Wirtschaftsfaktor Wagenpferd ab. Es diente dem Bauern, zog Lastkähne der Binnenschiffahrt, trieb Pumpen und Dampfmaschinen an und förderte Kohle und Erz.
Nach Fürsten und Adel, entdeckte schließlich auch der Bürger die Freude am Fahren. Es entstand das „pleasure driving“, die Wurzeln des heutigen Fahrsports auf Turnieren, wie in der Freizeit. In der hoch spezialisierten Arbeitswelt sucht der Mensch den Ausgleich in der Natur. Neben dem Reitsport gewinnt dabei das familienfreundliche Hobby des Gespannfahrens zunehmend an Bedeutung.
Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Kutschen wie Sulky, Postkutsche und Prunkkutsche der Königshäuser. Die Palette reicht von Einspänner, Zweispänner (nebeneinander), Tandem (2 Pferde hintereinander) und Vierspänner bis zu Weltrekorden mit bis zu 16 Pferden vor der Kutsche.
Fahrsport / Kutsche fahren

Gangpferdereiten
Eine ganz eigene Faszination versprüht das Gangpferdereiten. Exotische Rassen wie die Paso Peruano, Tennesse Walking Horse oder Missouri Foxtroter erscheinen mit ihren außergewöhnlichen Gängen wie aus einer anderen Welt. Tölt, Walk, Pass sind nur einige „Spezial-Gangarten“, die solche Rassen beherrschen. Der Pass ist wie der Trab eine Gangart im Zweitakt, da je zwei Pferdebeine gleichzeitig auffußen, wobei jedoch die lateralen Beinpaare gleichzeitig bewegt werden. Tölt und Walk liegen zwischen Trab und Pass und sind sehr bequem zu sitzen. Auf Wettkämpfen wird besonders auf Taktreinheit und hohe, spektakuläre Bewegungen Wert gelegt.

Distanz
Ziel dieser Pferdesportart ist es, eine markierte Strecke in schnellstmöglicher Zeit, vorwiegend in Trab und Galopp, zu absolvieren. Die besten Paare erreichen in der Königsdisziplin von 160 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 Kilometern pro Stunde. Trotzdem lautet das Motto der Distanzreiter „angekommen ist gewonnen“. Gesundheitskontrollen werden in dieser Sportart, bei der Pferd und Reiter über lange Strecken teilweise recht einsam sind, groß geschrieben: Vor und während des Ritts müssen die Pferde Vet-Checks passieren. Das Mindestgewicht von Reiter samt Ausrüstung beträgt 70 Kilogramm. Meist werden hochblütige Rassen eingesetzt.
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